Kapelle auf dem Klimsenhorn (1864 M.ü.M.)

1860/61 erstellte Kaspar Blätter neben dem ehemaligen Hotel Klimsenhorn eine neugotische Kapelle, die Klimsenkapelle. Noch heute wird jährlich am dritten Sonntag im August auf Klimsenhorn die Bergchilbi mit einem feierlichen Berggottesdienst gefeiert.
In den Jahren 1856 – 1860 erbaute Kaspar Blättler aus Hergiswil NW, auf dem Klimsensattel ein Gast- und Kurhaus mit Dependence. Die Anlage wurde gekrönt mit einer eigenständigen, architektonisch höchst interessanten Kapelle im neugotischen Stil. Unter dem sinnreichen Titel «Verklärung Christi auf dem Berg Tabor» wurde die Kapelle am 18. August 1861 feierlich eingeweiht.
In den folgenden Jahrzehnten bestiegen unzählige Gäste mittels Tragstühlen und Sattelpferden – ausgehend von der Schiffstation Hergiswil – den prachtvollen Aussichtspunkt und wohnten im komfortablen und stilvoll eingerichteten Hotel Klimsenhorn.
1889 wurde der Pilatus mit der berühmten steilsten Zahnradbahn der Welt ab Alpnachstad erschlossen. Ein Jahr später eröffnete das Hotel Pilatus-Kulm seine Tore. Das Klimsenhorn mit seinem Hotel und der Kapelle blieb aber bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts beliebtes Ausflugsziel.
1967 übernahm die Pilatus-Bahn-Gesellschaft das Hotel Klimsenhorn samt Nebengebäuden und Kapelle. Das inzwischen baufällig gewordenen Hotelgebäude wurde in der Folge abgebrochen, während die weithin sichtbare und landschaftsprägende Kapelle stehen bleiben durfte, jedoch keine kirchliche Funktion mehr zu erfüllen hatte. In den folgenden Jahren wurde die Inneneinrichtung von Vandalen übel zugerichtet und der ehemals sakrale Raum blieb gerade gut genug, um den Berggängern als Unterstand zu dienen.
1971 wurde unter Vorsitz der Pilatus-Bahn-Gesellschaft die Kommission Klimsenhorn Kapelle gegründet. Ihr gehörten alle interessierten Kreise an wie: Urschweizer Denkmalpflege, Heimatschutzkommission Nidwalden, Kirchenrat und Pfarramt Hergiswil, Gemeinde Hergiswil, Genossen-Korporation Hergiswil, Vereinigung «Pro Pilatus» und die Alpenfreunde Pilatus Hergiswil. Die Kommission war der Meinung, dass die Kapelle erhalten bleiben soll, insbesondere auch darum, weil der bekannte Urschweizer Denkmalpfleger Alois Hediger die Erhaltung und Instandstellung der Klimsenhorn-Kapelle als dringend ratsam bezeichnete.

Im Sommer 1974 – nachdem die Finanzierung gesichert war - konnte mit der Sanierung der Kapelle begonnen werden. Der frühe Wintereinbruch erzwang einen Unterbruch der Arbeiten, welche erst im Sommer 1975 vollständig beendet werden konnten. Die Kosten für die Sanierung lagen bei

Fr. 180'000.–.

Um den Fortbestand der Kapelle zu sichern, wurde 1975 die «Stiftung Kapelle Klimsenhorn» mit Sitz in Hergiswil gegründet. Der Stiftungszweck besteht darin; die Erhaltung der historischen Kapelle auf dem Klimsensattel und Gottesdienste in der Kapelle zu ermöglichen.
Am Sonntag, 7. September 1975 wurde die neu renovierte Kapelle auf dem Klimsensattel eingesegnet und der «Stiftung Kapelle Klimsenhorn» übergeben.

Kapelle Klimsenhorn (unterhalb Pilatus Kulm)

Kapelle Klimsenhorn (unterhalb Pilatus Kulm)

2002 fand auf Initiative der PILATUS-BAHNEN eine Begehung mit der Kantonalen Denkmalpflege Nidwalden statt. Alle Beteiligten konnten sich vor Ort ein Bild über den bedenklichen baulichen Zustand der Kapelle machen und jene notwendigen Massnahmen erkennen, welche unbedingt zu treffen waren. Unter Beizug von Experten kam der Stiftungsrat zum Schluss, dass eine totale Renovation der Kapelle unumgänglich sei. Noch im selben Jahr beschloss der Stiftungsrat über Sofortmassnahmen um weitere Schäden zu verhindern.
Schon in einem früheren Verzeichnis, welches sich im Staatsarchiv Nidwalden befindet, wurde die Kapelle Klimsenhorn als Baudenkmal von nationaler Bedeutung eingetragen. Die definitive Unterschutzstellung und die Aufnahme in das Denkmalverzeichnis wurde vom Regierungsrat Nidwalden im September 2002 beschlossen.
2003 wurde mit der umfassenden Sanierung der Kapelle begonnen. Vor Wintereinbruch konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Kosten für die Sanierung lagen bei Fr. 642'000.–.
Am Sonntag, 8. August 2004 wurde die renovierte Kapelle auf dem Klimsensattel, unter Anwesenheit vieler Pilatusfreunde, von Abt Berchtold Müller neu eingesegnet.
Im Sommer 2006 wurde die Umzäunung der Kapelle erweitert, um einen sauberen Picknickplatz zu erhalten.
 

Stiftungsrat Klimsenkapelle ab 26. Juni 2010

Eigentümerin der Kapelle ist die Stiftung Klimsenhorn.
Der Gottesdienst wird betreut durch die Römisch-Katholische Kirche Hergiswil am See.

Vertretung der PILATUS-BAHNEN AG

Herr Oscar J. Schwenk, Verwaltungsratspräsident
Herr André Zimmermann, Direktor

Vertretung des Diözesanbischofs und kath. Ortspfarrer in Personalunion

Herr Pfarrer Urs Zihlmann

Vertretung der Einwohnergemeinde Hergiswil

Herr Renato Durrer

Vertretung der katholischen Kirchgemeinde Hergiswil

Frau Trix Keiser-Häusler, Rechnungsführerin

Vertretung der Alpenfreunde Pilatus Hergiswil

Herr Markus Waser

Vertretung der Korporation Hergiswil (Präsident)

Herr Erwin Keiser

Vertretung Pro Pilatus

Herr Robert Augustin